Einleitungstext vorerst entfernt. Ein ausführliches Statement wurde bereits vor Wochen großflächig publiziert, unverblümt. Wer suchet der findet. Wir lassen uns nicht mehr einschüchtern.

Ansonsten ist ein neuer Einleitungstext bereits in Arbeit.


Gekürzt:

Wie der Zufall so will bietet sich Sabrina von Ghosthunter Germany eine mögliche Erklärung aufgrund einer medizinischen Dokumentation:


Das Charles Bonnet-Syndrom


Benannt ist dieses Krankheitsbild nach Charles Bonnet, einem Schweizer Naturforscher und Philosoph aus Genf. Ihm gilt die Erstbeschreibung des Syndroms, an dem zuerst sein Großvater und später, er selbst erkrankte.

Charles Bonnet SyndromDieses neurologische und psychiatrische Syndrom zeichnet sich dadurch aus, dass es aufgrund einer chronischen Sehverschlechterung bei normalem Wachbewusstsein episodenhaft, periodisch oder auch chronisch zu visuellen Trugwahrnehmungen kommt, ohne dass eine akute psychiatrische Erkrankung im eigentlichen Sinn vorliegt. Betroffen sind meist Menschen älteren Jahrgangs.


Häufige Gründe für oben genannte visuelle Beeinträchtigungen sind

  • Makula-Degeneration (Zerstörung des "gelben Flecks" der Netzhaut, dem Ort des schärfsten Sehens)
  • Diabetes-Retinopathie (durch Zuckerkrankheit ausgelöste Erkrankung der Netzhaut)
  • Glaukom (Erhöhung des Augeninnendrucks: "grüner Star")
  • Katarakt (Linsentrübung: "grauer Star")
  • Hornhauterkrankungen u. a.



Die Sehverschlechterung führt im Falle von CBS zu produktiven visuellen Phänomenen. Dazu gehören zum Beispiel

  • Phosphene: Lichterscheinungen deren genaue Identifizierung nicht möglich ist .
  • Photopsien: umrissene, beschreibbare, meist geometrische Figuren.
  • Palinopsien: Beharrlich verweilende oder erneut erscheinende Objekte, die bereits gesehen wurden, jedoch nicht mehr im Gesichtsfeld vorhanden sind.
  • Metamorphopsien: Verzerrungen, Verkleinerungen und Vergrößerungen von Gesehenem.
  • komplexe Halluzinationen: ausgestaltete Bilder und Szenen von Objekten und Fantasie-Gestalten.
  • Heautoskopien: spiegelbildliche Doppelgängerhalluzinationen.



Diese Illusionen und Pseudohalluzinationen werden hervorgerufen durch eine Blockierung oder einem tatsächlichem Mangel an visueller Information zum Gehirn. Also eine Wahrnehmung von Sinneseindrücken ohne oder mangelnde  äußere Stimulation des entsprechenden Sinnesorgans.

Die Krankheit wird als äußerst selten eingestuft. Dies könnte aber auch daran liegen dass viele ihr Leiden für sich behalten, aus Angst für verrückt erklärt zu werden. Laut einer Studie verschweigen fast 75% der Betroffenen diese außergewöhnlichen Erfahrungen vor dem Arzt. Und das obwohl es mittlerweile viele Therapien zur gänzlichen Beseitigung bzw. Linderung gibt.  

Wichtig  wäre zu bemerken, dass das Charles-Bonnet-Syndrom eine eher harmlose Erkrankung ist.


Definitiv kann also das Charles Bonnet-Syndrom in Fällen von Geistererscheinungen, die nur eine Person visuell wahrnimmt, eine mögliche Ursache sein.

Eine Diagnose sollte aber zwingend von einem Arzt gestellt werden!

 

Timo (Ghosthunter Germany)